CDU Vienenburg

Stadtverband tischt für Minister auf

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann ist Ehrengast beim Braunkohlessen der CDU Vienenburg.

96 Teller waren bereitgestellt. Einen davon nahm Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann mit an den Platz. Er war Gast des CDU-Stadtverbandes und eingeladen zum Grünkohlessen im Sportheim am Donnerstagabend. Nach dem Mahl sprach er über den Job-Motor in Niedersachsen – über die Landwirtschaft. Ein Schwerpunkt lag in der Wertschätzung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Während die Franzosen beispielsweise 25% ihrer zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für Nahrung investieren, sind es in Deutschland gerade einmal 11%.
Christoph Ponto (JU-Kreisvorsitzender), Almut Broihan (CDU-Stadtverbandsvorsitzende), Rudolf Götz (Landtagsabgeordneter), Gert Lindemann (Landwirtschaftsminister) und Michael Deike (Stellv. Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes)Christoph Ponto (JU-Kreisvorsitzender), Almut Broihan (CDU-Stadtverbandsvorsitzende), Rudolf Götz (Landtagsabgeordneter), Gert Lindemann (Landwirtschaftsminister) und Michael Deike (Stellv. Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes)
Dort der Blick auf die einzelne Stadt, da der auf den Zweckverband. Landtagsabgeordneter Rudolf Götz gab an, überzeugter Braunschweiger zu sein. Das meinte er auch über die Vienenburger sagen zu können. Für ihn heißt die Ausrichtung des Landkreises Goslar: Zweckverband Großraum Braunschweig. Noch ein Stück weiter ging dann Gert Lindemann in seinem Vortrag. Er bezog sich auf ganz Niedersachsen, stieg erstmal ein mit detailliertem Wissen über Grünkohl. Dass er im alten Griechenland als Kater-Medizin Bedeutung hatte. Dass 71 Prozent des deutschen Grünkohls aus Niedersachsen stamme, wie jede zweite Kartoffel und jedes zweite Masthähnchen. „Das zeigt, welche Bedeutung das Land hat.“ 9 Milliarden Umsatz würden in der Landwirtschaft erzielt.

Dafür ist das Vertrauen der Verbraucher wichtig. Das jedoch sei im vergangene Dezember „entschieden erschüttert“ worden durch den Dioxin-Skandal. Den Grund für das Geschehen überhaupt sieht der Landwirtschaftminister, der seit Februar im Amt ist, im kriminellen Verhalten von bestimmten Personen, nicht im System. Eine lückenlose Kontrolle sei allerdings nicht möglich. „Das, was wir machen können: Stichproben-Kontrollen“, so Lindemann. Auf Transparenz legt er großen Wert. Er möchte künftig die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung im Internet veröffentlichen – für die Verbraucher.

An sie appellierte er am Donnerstagabend: Wenn die Gesellschaft einen guten Umgang der Landwirte mit Boden, Luft, Wasser und Tier wolle, müsse sie höhere Preise bei den Produkten akzeptieren. Und: „Die Wertschätzung der Lebensmittel muss wieder steigen.“